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La Reunion & Mauritius

Meine Reise führte mich in den Indischen Ozean. Die Insel La Reunion hieß früher "Ile de Bourbon" und die von hier kommende "Bourbon-Vanille" ist heute noch ein Begriff. Willkommen auf La Reunion, ein kleines Stück Frankreich im Indischen Ozean. Es gibt Meer, Strand, Sonne, hohe Berge, grandiose Natur, dichte Vegetation, gigantische Talkessel, steile Schluchten, unzählige Wasserfälle, über 1.000 km beschilderte und attraktive Wanderwege, einen nicht mehr aktiven Vulkan Piton de la Neige, der 3070 m hoch aufragt und dessen ehemaliger Krater drei tiefe Talkessel (die Cirques ) formte, sowie dem aktivsten Vulkan der Welt der Piton de la Fournaise, der bei unserer Reise auch auf dem Programm stand. 


· 207 km Küste umgeben die Insel die ca. 70 km Durchmesser misst
· 2512 km² Gesamtfläche werden bewohnt von etwa 800.000 Menschen

La Reunion befindet sich 200 Kilometer südwestlich von Mauritius und östlich von Madagaskar zusammen mit der Insel Rodrigues, welche sich östlich von Mauritius
befindet, bilden diese drei Inseln im Indischen Ozean die Maskarenen. Die drei Inseln sind allesamt vulkanischen Ursprungs. La Reunion ist Multi Kulti, denn
hier leben Franzosen, Inder und Afrikaner nebeneinander sowie miteinander und das klappt sehr gut. Die Landessprache ist hauptsächlich französisch und kreolisch, aber mit englisch kommt man auch sehr gut zurecht.


Anreise von Deutschland nach La Reunion
Da alle Teilnehmer der Gruppe aus ganz Deutschland kamen, erfolgte die Anreise für die meisten mit Lufthansa oder Air France nach Paris, denn es gibt keine Non Stop Flüge von Deutschland nach La Reunion. In Paris sind wir dann mit der französischen Airline Air Austral weitergeflogen. Ich war angenehm überrascht vom Service dieser Airline. Sehr schön war, dass ich mein Gepäck von Deutschland bis La Reunion durchchecken konnte. Der Pariser Flughafen Charles de Gaulle treibt vielen Reisenden beim Umsteigen den Angstschweiß auf die Stirn. Dies ist aber unberechtigt, denn der Umstieg war hier für uns ein Kinderspiel. Die Air France Zubringer landen in Terminal 2F, Air Austral fliegt von 2C. Dazwischen liegen 15 Minuten Fußweg ohne weitere Sicherheitskontrollen. Air Austral fliegt immer nachts, denn dadurch verliert man weniger Zeit. Dennoch ist man von Tür zu Tür gute 24 Stunden unterwegs. Air Austral fliegt von Paris direkt nach La Reunion in ca. 10,5 Stunden und ist auch Zubringer für Mauritius. Der Flug von La Reunion nach Mauritius dauert ca. 45 Minuten. La Reunion besitzt zwei Flughäfen. Der größere befindet sich in der Hauptstadt Saint Denis. Der kleinere in Saint Pierre (wird nur von Air Mauritius angeflogen). La Reunion verfügt über eine sehr gute Infrastruktur, eben europäisch. 


Allgemeine Infos wie Währung, Einreise und Klima zu La Reunion
Bezahlt wird in Euro, EC- und Kreditkarten sind überall gern gesehen. Das Preisniveau ist sehr hoch – nicht unüblich für eine abgelegene Insel mit hohem
Lebensstandard, wo vieles eingeflogen werden muss. Für die Einreise wird kein Visum benötigt, es reicht sogar der Personalausweis. 
Die Zeitverschiebung zu Deutschland beträgt nur zwei Stunden im Sommer bzw. drei Stunden in unserem Winter.
Für La Reunion sind keine Impfungen notwendig, man kann alles essen und trinken, es gibt keine giftigen Tiere und ohnehin ist es auf der Insel recht sicher.
Vieles ist also vertraut, obwohl man mehr als 10.000 km von zuhause entfernt ist. Die Kehrseite der Medaille ist, dass es der Insel die sehr gut zum Wandern
geeignet ist an Exotik fehlt und deshalb bietet sich eine Kombination mit Mauritius an um den Urlaub komplett zu machen.
Auf La Reunion ist es tropisch und ganzjährig warm. Es gibt keine echte Regenzeit und auch der Winter (Juni bis August) hat nichts mit dem zu tun, was wir uns unter Winter vorstellen. Wenn also eine Temperatur von 25°C und Regen angezeigt wird, so kann es ohne weiteres sein, dass Sie 3 km weiter 28°C und strahlenden Sonnenschein haben. Solche Unterschiede sind sogar die Regel und natürlich spielen auch die Höhenunterschiede eine große Rolle. Bei der Auswahl der Reisekleidung sollte man das auf alle Fälle bedenken, denn in den Bergen kann es durchaus nachts und in den Monaten Juli bis August bis zu 0 °C haben.
Bei unserem Besuch Ende Januar war das Klima für mich hervorragend. Warm genug, um in luftiger Kleidung herumzulaufen und auch um zu baden, aber nicht so heiß, dass man ständig schwitzen würde.


1. Tag und 1. Nacht
erfolgte die Anreise

2. Tag
Am Vormittag sind wir gut gelandet und wurden von unserem Reiseleiter in Empfang genommen. Unser erstes Highlight war die Inselhauptstadt im Norden St. Denis. Die quirlige 120.000 Einwohner zählende Stadt besitzt eine schöne Fußgängerzone, eine Meerpromenade und zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten. Zum einen ist sie die Hauptstadt mit allen wichtigen Ämtern, kulturelles Zentrum der Insel, zum anderen aber auch immer noch Provinzstädtchen mit vielen kleinen Läden und Restaurants. Nach einem ausgiebigen Stadtrundgang fuhren wir zu unserer ersten Unterkunft. Das Traum - Hotel Lux Saint Gilles an der Westküste gelegen, im Ort Saint Gilles - les Bains, war nun für 3 Nächte unser zu Hause. 


3. Tag
Heute hieß unser Motto Tanz auf dem Vulkan, denn es ging zum feurigen “Piton de la Fournaise” mit einer Höhe von 2632 m.
Allgemein zählt der Vulkan “Piton de la Fournaise” zu den aktivsten der Welt und bricht regelmäßig aus. Der letzte Ausbruch war im Jahre 2015. Aus einer Caldera,
einem vulkanischen Kessel, erhebt sich der Krater, der von Zeit zu Zeit Lava spuckt, die dann gemächlich ins Meer hinabfließt. Wir wagen uns hinauf – die Straße führt durch die Aschewüste Plaine des Sables bis zur Abbruchkante in 2300 m Höhe. Wie man hier schön sehen kann, ging es über sehr gute angelegte Wanderwege ca. 200 Höhenmeter hinab und natürlich auf dem Rückweg wieder hinauf. Dieser kleine Krater ist aber nicht der “Piton de la Fournaise”. Man muss über die große Freifläche zum Vulkan rüber laufen um dann hinauf zusteigen. 

4. Tag
Unser heutiges Ziel ist das Bergdorf Cilaos im Landesinneren. Also fuhren wir die Westküste entlang, um in das Zentrum der Insel zu gelangen. Die Landschaft auf dem Weg dorthin war atemberaubend, sehr kurvenreich mit sehr vielen Schluchten. Cilaos liegt am Fuße des höchsten Berges der Insel, wo auch eine wunderschöne Kirche mit dem Namen Notre Dame des Neiges steht. Von dort starteten wir unsere 2,5 stündige Wanderung zum Wasserfall Bras Rouge.
Auch hier hatten wir wieder ca. 200 Höhenmeter zu überwinden. Es war schon sehr anstrengend, wenn man nicht regelmäßig wandert.
Bevor wir zum Wasserfall aufbrachen, haben wir noch für ein Picknick eingekauft und  an einer sehr schönen Stelle machten wir unsere wohlverdiente Pause bei Speis und Trank. Nach zwei Wandertagen hatten wir alle auch einen schönen Muskelkater. 


5. Tag
Nach einem ausgiebigen Frühstück hieß es langsam Abschied von der Insel La Reunion „ ein Wanderparadies „ zu nehmen und zur Trauminsel Mauritius
aufzubrechen. Es ist nur ein kleiner Luftsprung von ca. 45 Minuten mit Air Austral zur Nachbarinsel. Dort wurden wir alle mit einem Blumenkranz empfangen, was ich persönlich ganz toll fand. Achtung! Für Mauritius benötigt man einen Reisepass und es wird Links gefahren. Anschließend fuhren wir in den Botanischen Garten „ Pamplemousses „ der wunderschön ist und eine Vielzahl an Flora und Fauna zu bieten hat. Besonders beeindruckend fand ich die Seerosen mit Ihren bis zu 1 Meter großen Blättern. Der Park mit weit über 500 verschiedenen Pflanzen gehört zu den artenreichsten Gärten weltweit. Es gibt aber auch Riesenschildkröten zu bestaunen. Danach fuhren wir zum Hotel Lux Grande Gaube was oben im Nordosten liegt. Die schönsten Strände befinden sich im Osten der Insel, sowie teilweise im Norden bei Grand Baie, wo auch ein aktives Nachtleben stattfindet. Das Wahrzeichen von Mauritius ist der Dodo, ein flugunfähiger Vogel. Er ist längst
ausgestorben und trotzdem noch in aller Munde. Das ist die weltberüchtigte „Blaue Mauritius“, sicherlich auch allen bestens bekannt.


6. Tag
Heute steht ein Besuch im Black River Gorges Nationalpark auf dem Programm. Dieser Park ist für Naturliebhaber und Wanderfreunde ein absolutes Highlight.
Er liegt im Südwesten der Insel und wurde im Jahre 1994 aus einzelnen Naturreservaten zusammengefasst. Der Park erstreckt sich auf über 7000 ha, verfügt
über etwa 60 km Wanderwege, durch teilweise unberührte Natur. Dort erwarten uns tosende Wasserfälle, tiefe Schluchten, üppigster Urwald, Hochplateaus sowie
zerklüftete Bergkämme. Unsere Fahrt führt uns an Kaffeeplantagen, Zuckerrohrfeldern und an siebenfarbiger Erde vorbei. Die Siebenfarbige Erde ist ein Naturphänomen in der Nähe von Chamarel im Südwesten der Insel. Das schönste Farbenspiel kann man um die Nachmittagszeit erleben, das hat was mit dem Sonnenstand zu tun. Dort gibt es auch ein Kiosk mit leckeren Baguettes und Sandwiches. Wer möchte kann auch dort Riesenschildkröten sehen.
Anschließend ging es zum Shiva Heiligtum am Kratersee Grand Bassin, eine wichtige Pilgerstätte der hiesigen Hindus. Die Hindus nennen die heilige Stätte auch
Ganga Talao, übersetzt See des Ganges, denn der Legende nach ist der Kratersee direkt mit dem heiligen Fluss in Indien verbunden. Eines der Highlights ist die
imposante Statue des Shiva, die 33 Meter in die Höhe ragt. Dort kann man auch freilebende Affen beobachten.

7. Tag/8.Tag
Heute war nach dem Frühstücken leider packen angesagt. Auf der Fahrt zum Flughafen kamen wir noch in Port Louis, der Hauptstadt Mauritius vorbei und nutzten
die Gelegenheit dort ein wenig zu flanieren, bevor es dann zum Flughafen ging. Caudan Waterfront in Port Louis
Unsere Rückreise verlief entgegengesetzt der Hinreise. Mauritius - La Reunion 45 Minuten / La Reunion – Paris 10,5 Stunden ein Nachtflug /
Paris - Deutschland je nachdem wohin 1 ¾ Stunde. Angenehm war, dass man das Gepäck bis Deutschland durchgecheckt hat. Die Ankunft war am 8. Tag morgens und jeder trat dann seine Heimreise an.

Also mein Fazit ist, wer Wandern und ein Inselparadies zusammen erleben möchte, sollte so eine Inselkombination ruhig mal ausprobieren. Sie werden es nicht bereuen. Wer allerdings gern organisiert reisen möchte, sollte auf jeden Fall einen Studienreiseveranstalter wählen, denn dann sind alle wichtigen Highlights mit dabei. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass man ausführliche Informationen erhält.

Silke Hunold, Sachsen-Anhalt-Tours